Zwei Kompakt-SUVs, beide elektrisch, beide knapp unter 50.000 Euro und beide mit über 560 Kilometern WLTP-Reichweite: Das Duell zwischen dem Skoda Enyaq 85 und dem Volvo EX40 Single Motor Extended Range ist enger, als man zunächst denkt – und genau das macht es so spannend. Auf dem Papier trennt die beiden kaum etwas. Im Detail aber zeigen sich Unterschiede, die je nach Lebensrealität ausschlaggebend sein können.

Der Enyaq 85 ist Skodas klares Bekenntnis zur Elektromobilität: geräumig, pragmatisch, auf Effizienz getrimmt und mit einem Preis, der in dieser Klasse konkurrenzfähig ist. Der EX40 hingegen steht für skandinavisches Design, ein klar strukturiertes Interieur und die Volvo-typische Sicherheitsphilosophie. Beide Modelle sind 2026 gesetzt in der gehobenen Mittelklasse der Elektro-SUVs – aber sie sprechen unterschiedliche Käufer an.

Wir haben die harten Daten gegenübergestellt und schauen uns an, wer in welcher Kategorie die Oberhand behält. Den vollständigen Datenvergleich findest du interaktiv auf unserer Vergleichsseite. Das Ergebnis nach Punkten ist eindeutig – aber das volle Bild ist differenzierter.

Die Datenmatrix: Skoda Enyaq 85 gegen Volvo EX40 Single Motor Extended Range

Jede Zeile ist ein direkter Vergleich aus unserer Fahrzeug-Datenbank. Das Häkchen markiert den Sieger der jeweiligen Kategorie — beim Preis und beim Sprintwert gewinnt der niedrigere Wert.

KriteriumSkoda Enyaq 85Volvo EX40 Single Motor Extended Range
Reichweite (WLTP)565 km573 km ✓
Leistung286 PS ✓252 PS
0–100 km/h6,7 s ✓7,3 s
Batterie (netto)77 kWh79 kWh ✓
Kofferraum585 l ✓419 l
Garantie2 Jahre2 Jahre
Preis ab47.900 € ✓48.990 €
Leasing ab319 €/Mt. ✓399 €/Mt.
Kategoriesiege52

Punktsieger nach Datenlage: Skoda Enyaq 85 gewinnt 5:2. Technische Angaben sind Richtwerte ohne Gewähr.

⚖️ Beide Modelle im interaktiven Datenvergleich →

Reichweite und Antrieb: Skoda Enyaq 85 vs Volvo EX40 Single Motor Extended Range

Fangen wir mit dem an, was für die meisten E-Auto-Käufer noch immer die wichtigste Frage ist: Wie weit kommt man? Hier liegen beide Modelle erstaunlich nah beieinander. Der Volvo EX40 Single Motor Extended Range bringt es auf 573 Kilometer nach WLTP, der Skoda Enyaq 85 auf 565 Kilometer. Der Unterschied von acht Kilometern ist im Alltag bedeutungslos – beide sind Langstreckentauglich, beide schaffen problemlos eine Fahrt von München nach Hamburg mit einer Ladepause.

Wie kommt der Volvo auf minimal mehr Reichweite, obwohl sein Akku nur geringfügig größer ist? Die Netto-Batteriekapazität liegt beim EX40 bei 79 kWh, beim Enyaq 85 bei 77 kWh – ein Unterschied von zwei Kilowattstunden, der die leicht höhere Reichweite plausibel erklärt. Beide Werte sind für die Klasse stark.

Bei der Antriebsleistung dreht sich das Bild deutlich: Der Enyaq 85 leistet 286 PS, der EX40 kommt auf 252 PS. Das macht sich auch bei den Fahrleistungen bemerkbar: 0 auf 100 km/h in 6,7 Sekunden beim Skoda, 7,3 Sekunden beim Volvo. Wer also Wert auf ein spritziges Fahrgefühl legt, ist beim Enyaq 85 klar besser aufgehoben. 0,6 Sekunden klingen wenig, sind aber beim Überholen auf der Landstraße oder beim Einscheren auf die Autobahn spürbar.

Für den typischen Pendler oder Vielfahrer ist diese Leistungsdifferenz aber kein Knockout-Kriterium. 252 PS sind auch für den EX40 mehr als genug für den Alltag. Wer primär entspannt fahren will, wird den Unterschied kaum vermissen. Wer aber mit dem Grinsen im Gesicht am liebsten souverän überholt, liegt beim Enyaq 85 richtig.

Platz, Preis und Unterhalt: Was bekommst du fürs Geld?

Hier wird das Bild noch deutlicher zugunsten des Skoda. Beginnen wir mit dem Kofferraum: 585 Liter beim Enyaq 85 stehen 419 Litern beim Volvo EX40 gegenüber. Das ist kein kleiner Unterschied – das sind 166 Liter mehr, was im Alltag erheblich ist. Wer mit Kinderwagen, Hund, Sporttasche oder Urlaubsgepäck unterwegs ist, wird den Mehrraum des Enyaq schnell zu schätzen wissen. Der Volvo EX40 ist hier merklich kompakter, was seinen Ursprung in der Modellarchitektur hat – das merkt man.

Beim Preis setzt sich der Enyaq 85 ebenfalls durch: Der Einstiegspreis liegt bei 47.900 Euro, der EX40 startet ab 48.990 Euro. Die Differenz von knapp 1.100 Euro klingt moderat, spitzt sich aber beim Leasing deutlich zu: Beim Enyaq 85 sind Leasingangebote ab 319 Euro pro Monat verfügbar, beim EX40 ab 399 Euro pro Monat. Über eine typische 36-Monats-Laufzeit bedeutet das eine Differenz von rund 2.880 Euro – das ist kein Pappenstiel.

Bei der Garantie zeigen sich beide Hersteller mit zwei Jahren Fahrzeuggarantie gleichauf. Hier gibt es keinen Unterschied zu vermerken – wobei anzumerken ist, dass die Batteriegarantie bei Elektrofahrzeugen in der Praxis oft separate Konditionen hat, die du beim jeweiligen Händler erfragen solltest.

Unter dem Strich gewinnt der Skoda Enyaq 85 fünf von acht Kategorien: Leistung, Beschleunigung, Kofferraum, Preis und Leasingrate. Der Volvo EX40 punktet bei Reichweite und Batteriekapazität. Das ist eine klare Schieflage – aber der EX40 hat seine eigenen Trümpfe, die in der Tabelle nicht messbar sind.

Für wen sich welches Modell lohnt

Der Skoda Enyaq 85: Das Auto für Pragmatiker und Familien

Wenn du ein E-Auto suchst, das möglichst viel fürs Geld bietet, ist der Skoda Enyaq 85 die logische Wahl. Der große Kofferraum von 585 Litern macht ihn zum idealen Begleiter für Familien, die Platz für Kinderwagen, Einkäufe und Ferienkoffer brauchen. Die stärkere Motorisierung mit 286 PS und die schnellere Beschleunigung sprechen zudem Fahrer an, die sich ein dynamischeres Fahrerlebnis wünschen – ohne dafür in eine höhere Preisklasse wechseln zu müssen.

Auch für Vielfahrer und Pendler ist der Enyaq 85 attraktiv: Die Reichweite von 565 km ist für praktisch jedes Fahrtprofil ausreichend, und die günstigeren Leasingraten ab 319 Euro entlasten das monatliche Budget spürbar. Wer rational entscheidet und jeden Euro zweimal umdreht, landet hier fast zwangsläufig.

Der Volvo EX40 Single Motor Extended Range: Das Auto für Markenfans und Design-Bewusste

Der Volvo EX40 Single Motor Extended Range ist trotz seiner Nachteile in der Datentabelle kein schlechtes Auto – im Gegenteil. Wer die Volvo-Philosophie schätzt, mit ihrem Fokus auf Sicherheit, ruhigem Interieur und klarem skandinavischen Design, bekommt hier ein stimmiges Gesamtpaket. Die minimal höhere Reichweite von 573 km und der etwas größere Akku sind keine Dealbreaker-Argumente, aber sie zeigen: Effizienz ist beim EX40 durchaus eine Stärke.

Der EX40 ist besonders für Stadtfahrer und Paare ohne großen Platzbedarf interessant, die bereit sind, für Markenimage und Verarbeitungsqualität etwas mehr zu zahlen. Wer ohnehin in der Volvo-Welt zuhause ist – etwa durch einen Vorgänger oder die Markenbindung an Sicherheitssysteme – wird beim EX40 wenig vermissen.

Alternativen in der Klasse: Was du sonst noch anschauen solltest

Das Segment der elektrischen Kompakt-SUVs ist 2026 gut besetzt. Drei Alternativen lohnen sich je nach Priorität:

  • Audi Q4 e-tron 45: Ebenfalls 286 PS, gleiche Beschleunigung wie der Enyaq 85 und 555 km Reichweite. Mit einem Einstiegspreis ab 52.950 Euro und Leasing ab 379 Euro ist er teurer als beide Duellanten, bietet aber Audi-Prestige und einen 520-Liter-Kofferraum.
  • Hyundai Ioniq 5 77 kWh RWD: Beeindruckende 570 km Reichweite, 527 Liter Kofferraum, Einstiegspreis ab 47.900 Euro – also auf dem Niveau des Enyaq. Mit 229 PS etwas weniger Leistung, aber ein sehr ausgewogenes Paket. Leasing ab 329 Euro.
  • BYD Atto 3 Comfort: Der günstigste Einstieg in die Klasse mit 37.990 Euro und Leasingrates ab 299 Euro. Dafür gibt es 204 PS und nur 420 km Reichweite. Wer primär die Kosten minimieren will und kürzere Strecken fährt, findet hier ein solides Angebot.

Besonders der Hyundai Ioniq 5 ist dabei ein ernstzunehmender Konkurrent für beide Duellanten: ähnlicher Preis, mehr Reichweite als der Enyaq, mehr Kofferraum als der Volvo.

Fazit: Gesamtbetrachtung – wer gewinnt den Vergleich 2026?

Nach Datenlage ist das Urteil klar: Der Skoda Enyaq 85 gewinnt diesen Vergleich mit einem 5:2-Punktesieg gegen den Volvo EX40 Single Motor Extended Range. Er ist leistungsstärker, schneller, deutlich geräumiger, günstiger im Einstieg und vor allem erheblich günstiger im Leasing. Wer objektiv und nach messbaren Kriterien entscheidet, kommt am Enyaq 85 kaum vorbei – er ist das rundere, praktischere und wirtschaftlichere Paket in dieser Klasse.

Das bedeutet aber nicht, dass der Volvo EX40 die falsche Wahl ist. Im Gegenteil: Wenn du ein Fahrzeug mit klarem Markencharakter suchst, die kompaktere Bauform in deiner Garage oder deinem Alltag einen Vorteil bringt, und wenn dir die Volvo-Sicherheitsphilosophie und das charakterstarke Design wichtiger sind als ein größerer Kofferraum oder 80 Euro weniger Leasingrate pro Monat, dann ist der EX40 sehr wohl die richtige Entscheidung. Er ist kein Verlierer – er ist ein spezialisiertes Angebot für eine klare Zielgruppe.

Unser klares Urteil: Für Familien, Vielfahrer und alle, die maximalen Gegenwert fürs Geld wollen, empfehlen wir den Enyaq 85. Für designbewusste Käufer mit Volvo-Affinität und weniger Platzbedarf bleibt der EX40 eine legitime, wenn auch teurere Alternative.

Abschließend der wichtige Hinweis: Preise, Ausstattungspakete und Leasingkonditionen ändern sich regelmäßig und variieren je nach Händler, Region und Laufzeit. Es lohnt sich ausdrücklich, aktuelle Angebote zu vergleichen und gegebenenfalls mehrere Händler anzufragen, bevor du eine Entscheidung triffst. Den interaktiven Datenvergleich beider Modelle haben wir für dich aktuell gehalten.