Zwei Elektro-SUV, zwei völlig unterschiedliche Philosophien: Hier der Peugeot e-2008 136 Active als bezahlbarer Einstieg in die E-Mobilität, dort der Volvo EX40 Single Motor Extended Range als Reichweiten- und Leistungsansage im Kompakt-SUV-Segment. Wer sich 2026 für ein elektrisches Kompakt-SUV entscheidet, landet fast zwangsläufig bei genau dieser Gegenüberstellung – günstig und kompakt gegen stark und weit.
Beide Modelle tummeln sich im selben Klassensegment, sprechen aber unterschiedliche Budgets an. Der Peugeot startet bei 39.000 Euro und zielt auf Käufer, die ein alltagstaugliches E-Auto ohne Kompromisse beim Preis suchen. Der Volvo ruft knapp 10.000 Euro mehr auf – verspricht dafür aber spürbar mehr Reichweite, Leistung und eine größere Batterie. Im direkten Datenvergleich zeigt sich schnell, wessen Stärken wo liegen.
Wer es genau wissen will, kann sich alle Werte auch im Datenvergleich Seite an Seite ansehen. Im Folgenden ordnen wir ein, was die Zahlen für den Alltag bedeuten – und für wen sich welches Auto tatsächlich lohnt.
Die Datenmatrix: Peugeot e-2008 136 Active gegen Volvo EX40 Single Motor Extended Range
Jede Zeile ist ein direkter Vergleich aus unserer Fahrzeug-Datenbank. Das Häkchen markiert den Sieger der jeweiligen Kategorie — beim Preis und beim Sprintwert gewinnt der niedrigere Wert.
| Kriterium | Peugeot e-2008 136 Active | Volvo EX40 Single Motor Extended Range |
|---|---|---|
| Reichweite (WLTP) | 343 km | 573 km ✓ |
| Leistung | 136 PS | 252 PS ✓ |
| 0–100 km/h | 9 s | 7,3 s ✓ |
| Batterie (netto) | 46 kWh | 79 kWh ✓ |
| Kofferraum | 434 l ✓ | 419 l |
| Garantie | 2 Jahre | 2 Jahre |
| Preis ab | 39.000 € ✓ | 48.990 € |
| Leasing ab | – | 399 €/Mt. |
| Kategoriesiege | 2 | 4 |
Punktsieger nach Datenlage: Volvo EX40 Single Motor Extended Range gewinnt 4:2. Technische Angaben sind Richtwerte ohne Gewähr.
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Reichweite und Antrieb
Bei der Reichweite nach WLTP liegt der Volvo EX40 Single Motor Extended Range mit 573 Kilometern klar vor dem Peugeot e-2008 136 Active, der 343 Kilometer schafft. Das ist ein Unterschied von 230 Kilometern – keine Nuance, sondern eine andere Liga. Wer regelmäßig längere Strecken fährt oder ungern mitten auf der Autobahn nachladen möchte, bekommt beim Volvo deutlich mehr Puffer.
Der Grund liegt auch in der Batteriegröße: Der Volvo EX40 trägt eine Nettokapazität von 79 kWh mit sich, der Peugeot e-2008 begnügt sich mit 46 kWh. Das erklärt nicht nur die größere Reichweite, sondern auch den Preisunterschied – mehr Batteriezellen kosten schlicht mehr Geld. Für reines Stadt- und Pendlerfahren mit überschaubaren Tagesdistanzen reichen 343 Kilometer WLTP in der Praxis aber oft völlig aus, zumal die meisten Nutzer ohnehin zu Hause oder am Arbeitsplatz laden und selten die volle Reichweite ausreizen.
Auch bei der Leistung zieht der Volvo davon: 252 PS stehen 136 PS beim Peugeot gegenüber, der Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt dem EX40 in 7,3 Sekunden, der e-2008 braucht dafür 9 Sekunden. Im Alltag heißt das: Der Volvo überholt souveräner, zieht auf der Autobahnauffahrt kraftvoller durch und wirkt insgesamt giftiger beim Beschleunigen. Der Peugeot ist dafür keineswegs untermotorisiert – 136 PS reichen für entspanntes Mitschwimmen im Verkehr, nur sportlich wird es damit nicht.
Für die Langstrecke bedeutet die größere Batterie des Volvo zusätzlich: weniger Ladestopps, mehr Reserve bei Kälte oder Autobahntempo, wo der Verbrauch typischerweise steigt. Der Peugeot verlangt bei häufigen Langstreckenfahrten entsprechend mehr Ladeplanung. Für den klassischen Pendler mit Wallbox zu Hause relativiert sich dieser Nachteil aber spürbar.
Platz, Preis und Unterhalt
Beim Kofferraum dreht sich das Bild: Der Peugeot e-2008 136 Active bietet 434 Liter Stauraum und liegt damit vor dem Volvo EX40 mit 419 Litern. Der Unterschied ist mit 15 Litern zwar gering, zeigt aber, dass der kompaktere Peugeot seinen Innenraum effizient nutzt. Bei der Garantie liegen beide gleichauf: Jeweils zwei Jahre Herstellergarantie gehören zur Grundausstattung, hier gibt es keinen Vorteil für eine der beiden Marken.
Der große Unterschied liegt beim Geld. Der Peugeot e-2008 136 Active startet bei 39.000 Euro, der Volvo EX40 Single Motor Extended Range bei 48.990 Euro – fast 10.000 Euro mehr für mehr Reichweite, mehr Leistung und mehr Batterie. Wer aufs Budget schaut, bekommt beim Peugeot ein vollwertiges Kompakt-SUV zum spürbar niedrigeren Einstiegspreis.
Beim Leasing zeigt sich ein interessantes Detail: Für den Peugeot e-2008 liegt uns aktuell kein Leasingangebot vor, während der Volvo EX40 ab 399 Euro monatlich angeboten wird. Das macht den direkten Leasingvergleich schwierig – wer monatliche Raten statt Kaufpreise vergleichen möchte, sollte aktuelle Angebote für den Peugeot gezielt einholen, bevor er sich festlegt.
Unterm Strich bekommst du beim Peugeot mehr Auto fürs kleinere Budget, beim Volvo mehr Auto fürs größere Budget – beide Rechnungen gehen in ihrer jeweiligen Logik auf. Wer die Anschaffungskosten niedrig halten will, hat mit dem e-2008 die günstigere Tür in die E-Mobilität. Wer bereit ist, für mehr Reichweite, Leistung und eine größere Batterie auch mehr zu investieren, bekommt mit dem EX40 spürbar mehr Substanz fürs Geld.
Für wen sich welches Modell lohnt
Der Peugeot e-2008 136 Active ist die richtige Wahl für Stadtfahrer und Preisbewusste: Wer überwiegend kurze bis mittlere Strecken fährt, zu Hause oder auf der Arbeit laden kann und den Einstiegspreis so niedrig wie möglich halten möchte, bekommt mit dem e-2008 ein kompaktes, alltagstaugliches E-SUV ohne Schnickschnack. Auch für Zweitwagen-Käufer, die ein E-Auto primär für den Nahbereich suchen, ist der Peugeot eine vernünftige, budgetfreundliche Option.
Der Volvo EX40 Single Motor Extended Range spricht dagegen Pendler mit längeren Arbeitswegen, Familien mit gelegentlichen Urlaubsfahrten und Vielfahrer an, die auf Reichweite und Leistungsreserve nicht verzichten wollen. Die 573 Kilometer WLTP-Reichweite und die kräftigeren 252 PS sorgen für mehr Gelassenheit auf der Langstrecke und beim Überholen – ein Komfort, der seinen Preis hat, sich für diese Nutzergruppe aber auszahlt.
Wer zwischen beiden Welten schwankt, sollte sich ehrlich fragen, wie oft tatsächlich lange Strecken anstehen. Für die meisten Alltagsfahrten im Stadtverkehr und auf kurzen Pendelstrecken genügt auch die kleinere Batterie des Peugeot völlig – der Aufpreis für den Volvo lohnt sich vor allem dann, wenn Reichweite und Zugkraft regelmäßig gebraucht werden, nicht nur gelegentlich.
Alternativen in der Klasse
Wer sich in der Klasse Kompakt-SUV weiter umschauen möchte, findet noch weitere spannende Optionen. Der Audi Q4 e-tron 45 bringt mit 286 PS und 555 Kilometern Reichweite ähnliche Fahrleistungen wie der Volvo mit, liegt preislich mit 52.950 Euro aber noch darüber – dafür mit großzügigem 520-Liter-Kofferraum und günstigerer Leasingrate ab 379 Euro.
Deutlich preiswerter positioniert sich der BYD Atto 3 Comfort: Für 37.990 Euro gibt es 204 PS, 420 Kilometer Reichweite und damit ein Zwischending aus Peugeot-Preisniveau und spürbar mehr Leistung – eine Option für alle, die weder ganz sparen noch ganz aufs Budget verzichten wollen.
Der Hyundai Ioniq 5 77 kWh RWD schließlich kombiniert mit 570 Kilometern Reichweite, 229 PS und 527 Litern Kofferraum fast das Beste aus beiden Welten – Reichweite nahe am Volvo-Niveau bei etwas günstigerem Preis von 47.900 Euro. Wer den Vergleich zwischen Peugeot und Volvo als Ausgangspunkt nimmt, sollte diese drei Alternativen zumindest auf dem Zettel haben, bevor die endgültige Kaufentscheidung fällt.
Fazit: Gesamtbetrachtung
Nach der Datenlage gewinnt der Volvo EX40 Single Motor Extended Range dieses Duell mit 4:2 Kategoriesiegen gegen den Peugeot e-2008 136 Active – und das deutlich: Reichweite, Leistung, Beschleunigung und Batteriekapazität sprechen klar für den Schweden. Wer ein E-Auto sucht, das auf der Langstrecke entspannt, souverän beschleunigt und mit einer großzügigen Batterie Reserven für den Alltag bietet, trifft mit dem EX40 die objektiv stärkere Wahl in diesem Vergleich.
Trotzdem wäre es falsch, den Peugeot e-2008 136 Active als Verlierer abzustempeln. Seine beiden Kategoriesiege – mehr Kofferraumvolumen und vor allem der rund 10.000 Euro niedrigere Einstiegspreis – sind für viele Käufer die entscheidenderen Kriterien. Wer überwiegend in der Stadt unterwegs ist, selten mehr als 300 Kilometer am Stück fährt und den Kaufpreis so niedrig wie möglich halten will, liegt mit dem e-2008 nicht falsch, sondern richtig. Nicht jeder braucht 573 Kilometer Reichweite oder 252 PS – wer sie aber regelmäßig braucht, zahlt beim Volvo für echten Mehrwert und keinen Showeffekt.
Die klare Ansage dieses Tests: Der Volvo EX40 ist nach den Zahlen das rundere, leistungsstärkere Gesamtpaket, der Peugeot e-2008 die vernünftigere Wahl für alle, die aufs Budget achten müssen. Beachte dabei, dass Preise, Förderungen und Ausstattungslinien sich laufend ändern können – ein aktueller Angebotsvergleich vor dem Kauf lohnt sich in jedem Fall, um das für dich beste Angebot aus diesem Duell herauszuholen.