Zwei Kompakt-SUV, zwei völlig unterschiedliche Philosophien: Hier der Jeep Avenger Elektro, der mit robustem Offroad-Look und einem der günstigsten Einstiegspreise seiner Klasse punkten will. Dort der Smart #1 Pro+, der als spät, aber mit viel Nachdruck ins Kompakt-SUV-Segment eingestiegene Chinese-meets-Mercedes-Ansatz zeigt, was ein moderner Elektroantrieb an Reichweite, Leistung und Ausstattung liefern kann. Der Vergleich Jeep Avenger Elektro vs Smart #1 Pro+ ist deshalb spannend, weil beide auf dem Papier ähnlich positioniert sind – ähnliche Fahrzeuggröße, ähnliche Zielgruppe –, technisch aber in fast jeder Disziplin unterschiedlich antreten.
In der Klasse Kompakt-SUV tummeln sich mittlerweile Dutzende Elektromodelle, vom Einsteiger-Stromer bis zum Langstrecken-Champion. Der Jeep Avenger Elektro positioniert sich bewusst am unteren Ende der Preisskala und spricht Käufer an, die vor allem ein bezahlbares, alltagstaugliches E-Auto für die Stadt und das Umland suchen. Der Smart #1 Pro+ zielt dagegen auf Kundschaft, die bereit ist, für mehr Reichweite, mehr Leistung und eine großzügigere Garantie tiefer in die Tasche zu greifen.
Wer sich für dieses Duell interessiert, will meist wissen: Reicht die günstigere Basis, oder lohnt sich der Aufpreis für den Smart am Ende doch? Wir haben die wichtigsten Kennzahlen gegenübergestellt – alle Details findest du außerdem im interaktiven Datenvergleich.
Die Datenmatrix: Jeep Avenger Elektro gegen Smart #1 Pro+
Jede Zeile ist ein direkter Vergleich aus unserer Fahrzeug-Datenbank. Das Häkchen markiert den Sieger der jeweiligen Kategorie — beim Preis und beim Sprintwert gewinnt der niedrigere Wert.
| Kriterium | Jeep Avenger Elektro | Smart #1 Pro+ |
|---|---|---|
| Reichweite (WLTP) | 400 km | 420 km ✓ |
| Leistung | 156 PS | 272 PS ✓ |
| 0–100 km/h | 9 s | 6,7 s ✓ |
| Batterie (netto) | 54 kWh | 62 kWh ✓ |
| Kofferraum | 355 l ✓ | 323 l |
| Garantie | 2 Jahre | 3 Jahre ✓ |
| Preis ab | 36.900 € ✓ | 42.490 € |
| Leasing ab | 279 €/Mt. | – |
| Kategoriesiege | 2 | 5 |
Punktsieger nach Datenlage: Smart #1 Pro+ gewinnt 5:2. Technische Angaben sind Richtwerte ohne Gewähr.
⚖️ Beide Modelle im interaktiven Datenvergleich →
Reichweite und Antrieb
Bei der Reichweite und beim Antrieb liegt der Smart #1 Pro+ in jeder einzelnen Disziplin vorn. Mit 420 km WLTP-Reichweite schafft er 20 km mehr als der Jeep Avenger Elektro, der auf 400 km kommt. Auf dem Papier ist das kein Weltunterschied, im Alltag zeigt sich der Vorsprung aber vor allem an der größeren Nettobatteriekapazität: 62 kWh stehen im Smart 54 kWh im Jeep gegenüber. Das bedeutet mehr Puffer für kalte Tage, Autobahntempo oder volle Beladung – Faktoren, die die reale Reichweite eines Elektroautos erfahrungsgemäß stärker drücken als die Herstellerangabe vermuten lässt.
Noch deutlicher fällt der Unterschied bei der Leistung aus: 272 PS im Smart #1 Pro+ stehen 156 PS im Jeep Avenger Elektro gegenüber – nahezu die doppelte Motorleistung. Das schlägt sich im Sprintwert nieder: Der Smart beschleunigt in 6,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h, der Jeep braucht dafür 9 Sekunden. Für den reinen Stadtverkehr ist das ein Unterschied, den viele Fahrer kaum vermissen werden – für Landstraßen-Überholvorgänge oder Autobahn-Auffahrten ist der Smart spürbar souveräner unterwegs.
Für den Alltag heißt das: Wer überwiegend pendelt und selten mehr als 40 bis 60 km am Stück fährt, wird mit beiden Autos zurechtkommen – die 400 km des Jeep Avenger Elektro reichen für die allermeisten Pendelstrecken locker aus, selbst wenn nicht jeden Tag geladen wird. Wer aber regelmäßig längere Strecken fährt, öfter auf der Autobahn unterwegs ist oder generell seltener ans Ladekabel möchte, profitiert von der größeren Batterie und der höheren Reichweite des Smart #1 Pro+ spürbar mehr. Die höhere Leistung sorgt zusätzlich dafür, dass Overtaking-Manöver und Autobahn-Etappen entspannter ablaufen, ohne dass die Reichweite so stark einbricht wie bei knapper dimensionierten Antrieben.
Platz, Preis und Unterhalt
Bei Platz, Preis und Unterhalt dreht sich das Bild teilweise. Der Jeep Avenger Elektro bietet mit 355 Litern mehr Kofferraum als der Smart #1 Pro+ mit 323 Litern – ein Vorteil für alle, die regelmäßig Kindersitze, Einkäufe oder Sportgepäck verstauen müssen. Der Unterschied von gut 30 Litern ist zwar kein Umzugswagen-Argument, macht sich im Alltag aber bei Wocheneinkäufen oder Kurzurlauben durchaus bemerkbar.
Beim Preis liegt der Jeep klar vorn: Ab 36.900 Euro ist der Avenger Elektro rund 5.590 Euro günstiger als der Smart #1 Pro+, der ab 42.490 Euro startet. Wer zusätzlich auf Leasing setzt, findet beim Jeep eine attraktive Einstiegsrate von 279 Euro im Monat – für den Smart liegt uns keine vergleichbare Leasingangabe vor, sodass sich dieser Punkt in unserer Wertung als Unentschieden niederschlägt. Wer stark auf die monatliche Belastung achtet, sollte beim Händler jedoch aktuelle Leasingkonditionen für beide Modelle direkt vergleichen, da sich Angebote schnell ändern.
Bei der Garantie hat wiederum der Smart #1 Pro+ die Nase vorn: 3 Jahre Herstellergarantie stehen 2 Jahren beim Jeep Avenger Elektro gegenüber. Gerade bei einem vergleichsweise neuen Marktteilnehmer wie Smart kann eine längere Garantiezeit ein beruhigendes Argument sein, das sich auch auf den Wiederverkaufswert auswirken kann. Unterm Strich bekommst du beim Jeep also das günstigere Auto mit mehr Kofferraum, beim Smart das teurere Auto mit mehr Sicherheit über die Garantiezeit und mehr Reichweite fürs Geld.
Für wen sich welches Modell lohnt
Der Jeep Avenger Elektro ist die richtige Wahl für Stadtfahrer und Einsteiger ins Elektroauto-Segment, die ein bezahlbares, alltagstaugliches Fahrzeug suchen, ohne bei Ladeleistung oder Reichweite Kompromisse für die tägliche Pendelstrecke eingehen zu müssen. Auch Familien, die viel Kofferraum für Kinderwagen, Einkäufe oder Sportgepäck brauchen, aber kein Premiumbudget haben, sind hier gut aufgehoben. Die niedrige Einstiegsrate beim Leasing macht den Avenger zudem für alle interessant, die monatlich kalkulierbare Kosten priorisieren.
Der Smart #1 Pro+ lohnt sich dagegen für Vielfahrer und alle, die regelmäßig längere Strecken zurücklegen und seltener laden möchten. Wer zusätzlich Wert auf spürbar mehr Fahrdynamik legt – etwa für entspanntes Überholen auf der Landstraße oder zügige Autobahnfahrten – bekommt mit den 272 PS und dem deutlich schnelleren Sprintwert ein Auto, das sich agiler anfühlt. Auch sicherheitsbewusste Käufer, denen die längere Garantiezeit wichtig ist, greifen mit dem Smart zur solideren Absicherung.
Pendler mit kurzen bis mittleren Strecken profitieren von beiden Autos ähnlich stark – hier entscheidet eher das Budget: Wer sparen will, nimmt den Jeep, wer maximale Reserven und mehr Leistung will, den Smart.
Alternativen in der Klasse
Wer sich in der Klasse Kompakt-SUV weiter umschauen möchte, findet mit dem Audi Q4 e-tron 45 eine deutlich teurere, aber auch spürbar reichweitenstärkere Alternative: 555 km WLTP-Reichweite und 286 PS bei einem Einstiegspreis ab 52.950 Euro richten sich an Käufer, die Premium-Anspruch und maximale Alltagstauglichkeit verbinden wollen.
Preislich näher am Jeep Avenger Elektro liegt der BYD Atto 3 Comfort, der ab 37.990 Euro startet und mit 420 km Reichweite sowie 204 PS eine interessante Mitte zwischen den beiden Duellanten markiert – für alle, die etwas mehr Leistung als der Jeep wollen, ohne gleich das Budget des Smart aufzurufen.
Wer dagegen maximale Reichweite und viel Kofferraum sucht, sollte den Hyundai Ioniq 5 77 kWh RWD auf dem Zettel haben: 570 km Reichweite und 527 Liter Kofferraum bei einem Einstiegspreis ab 47.900 Euro machen ihn zu einer der vielseitigsten Optionen im Vergleichsfeld, wenn auch mit spürbarem Preisaufschlag gegenüber unseren beiden Hauptkandidaten.
Fazit: Gesamtbetrachtung
Zieht man die Bilanz aus allen verglichenen Kategorien, gewinnt der Smart #1 Pro+ das Duell klar mit 5 zu 2 Kategoriesiegen gegen den Jeep Avenger Elektro. Bei Reichweite, Batteriekapazität, Leistung, Sprintwert und Garantie liegt der Smart vorn – und das durchgängig, nicht nur in Nuancen. Wer sich ein technisch potenteres, reichweitenstärkeres und über die Garantie besser abgesichertes Elektroauto wünscht und bereit ist, dafür mehr zu bezahlen, trifft mit dem Smart #1 Pro+ die richtige Entscheidung.
Trotzdem wäre es falsch, den Jeep Avenger Elektro deshalb als schlechteres Auto abzustempeln. Seine beiden Kategoriesiege – größerer Kofferraum und niedrigerer Einstiegspreis samt attraktiver Leasingrate – treffen genau die Punkte, die für viele Käufer im Alltag am stärksten wiegen: Was kostet das Auto wirklich, und passt mein Gepäck rein? Wer mit 400 km Reichweite auskommt, keinen Wert auf sportliche Fahrleistungen legt und beim Kauf oder Leasing aufs Geld achten muss, bekommt im Avenger Elektro ein rundum solides, deutlich günstigeres Elektroauto, das im Alltag kaum schlechter dasteht als sein teurerer Konkurrent.
Unser Rat: Der Smart #1 Pro+ ist der Punktsieger nach Datenlage und die technisch überlegenere Wahl für alle, die Reichweite, Leistung und Garantie priorisieren. Der Jeep Avenger Elektro bleibt aber die klügere Wahl für preisbewusste Käufer und alle, die im Alltag mehr Wert auf Ladevolumen als auf PS-Zahlen legen. Wie immer gilt: Preise, Ausstattungslinien und Rabattaktionen ändern sich laufend – ein aktueller Angebotsvergleich bei Händlern vor Ort lohnt sich in jedem Fall, bevor du dich endgültig festlegst.