Der Dacia Spring Electric 65 war lange das günstigste Elektroauto auf dem deutschen Markt – ein Ruf, der ihm Käufer bescherte, aber auch kritische Blicke einhandelte. Nun legt Dacia nach: Die zweite Generation des Spring wird 2026 eingeführt und sorgt in der Fachpresse für rege Berichterstattung. Der Anlass ist konkret: Die Preise der neuen Generation stehen fest, und damit lässt sich erstmals beurteilen, ob das Versprechen „günstigstes E-Auto Europas" auch in der nächsten Runde gilt.

Was die neue Generation mitbringt, zeichnet sich aus den Portalmeldungen klar ab: Der Spring wächst in seinen Abmessungen, teilt sich Technik mit dem neuen Renault Twingo, bekommt 60 kW Motorleistung und wird künftig in Europa gefertigt – ein bemerkenswerter Wechsel gegenüber der bisherigen Produktion in China. Und trotz all dieser Upgrades soll der Einstiegspreis unter 18.000 Euro bleiben, wie mehrere Portale übereinstimmend berichten. Für Kaufinteressenten ist das eine relevante Nachricht, denn der Markt für bezahlbare Elektrokleinwagen ist in Bewegung.

Fünf der größten deutschen Autoportale haben den Dacia Spring 2026 unter die Lupe genommen – mit unterschiedlichen Schwerpunkten, aber einem gemeinsamen Grundton. Wir haben alle Stimmen zusammengetragen, damit du dir ein vollständiges Bild machen kannst, ohne sechs Tabs öffnen zu müssen.

Stimmen im Überblick

PortalBeitrag (Original)Datum
AM automagazin.at„Dacia Spring 2026 – Kleiner Stromer muss sich neu beweisen“08.09.2026
AUTO BILD„Neuer Dacia Spring soll unter 18.000 Euro starten“08.09.2026
Motor1.com Deutschland„Dacia Spring (2027): Alles über den neuen Elektrozwerg mit Sitzprobe“08.09.2026
auto motor und sport„Dacia Spring (2026) und seine praktischen Details: Die 7 coolsten Features am neuen Dacia Spring“08.09.2026
auto motor und sport„Dacia Spring zweite Generation (2026): Jetzt „Made in Europe“ und unter 18.000 Euro“08.09.2026
ADAC„Der neue Dacia Spring: Endlich ein vollwertiges kleines E-Auto“05.03.2020

Was die Experten zum Dacia Spring 2026 sagen

AM automagazin.at: Der Newcomer muss liefern

Das österreichische Portal stellt die neue Generation gleich unter einen kritischen Vorbehalt: „Dacia Spring 2026 – Kleiner Stromer muss sich neu beweisen". Der Anrisstext deutet an, dass der Spring bislang eine Art Sonderrolle eingenommen hat – als günstigster Stromer, dem man Schwächen nachsah, weil der Preis stimmte. Diese Schonzeit könnte mit der zweiten Generation vorbei sein. Automagazin.at nimmt damit eine Position ein, die den Anspruch des Modells an seinem eigenen Wachstum misst: Wer größer und moderner wird, muss auch in der Breite überzeugen – nicht nur beim Preis.

AUTO BILD: Günstig, aber gewachsen

AUTO BILD konzentriert sich auf das Preis-Technik-Versprechen: „Neuer Dacia Spring soll unter 18.000 Euro starten". Im Anrisstext hebt das Portal hervor, dass der neue Spring deutlich gewachsen ist und sich die Technik mit dem neuen Renault Twingo teilt – und trotzdem günstiger bleiben soll als der Renault. Das ist ein klares Kaufargument, das AUTO BILD in den Mittelpunkt rückt. Die Botschaft: mehr Auto für (fast) dasselbe Geld. Für preisbewusste Käufer ist das eine direkte Ansage.

Motor1.com Deutschland: Sitzprobe und Technik-Details

Motor1.com geht einen Schritt weiter als reine Preisberichterstattung und bietet bereits eine Sitzprobe: „Dacia Spring (2027): Alles über den neuen Elektrozwerg mit Sitzprobe". Bemerkenswert ist die Jahreszahl im Titel – Motor1 datiert das Modell auf 2027, was auf unterschiedliche Markteinführungszeiträume in verschiedenen Ländern hindeuten könnte. Im Anrisstext nennt das Portal konkret 60 kW Leistung und bescheinigt dem Spring „viel Renault-Technik", betont aber, dass der Preis „typisch Dacia" bleibe. Motor1.com liefert damit den bisher substanziellsten Technik-Einblick der berichtenden Portale.

auto motor und sport: Features und Fakten in Doppelpack

auto motor und sport (ams) ist gleich mit zwei Beiträgen vertreten und deckt damit das breiteste Themenspektrum ab. Der erste Artikel widmet sich dem Alltagsnutzen: „Dacia Spring (2026) und seine praktischen Details: Die 7 coolsten Features am neuen Dacia Spring". Hier rückt ams die konkreten Produkteigenschaften in den Vordergrund – ein Format, das zeigt, dass das Modell genug Substanz mitbringt, um eine detaillierte Feature-Liste zu füllen. Der zweite Beitrag greift das übergeordnete Narrativ auf: „Dacia Spring zweite Generation (2026): Jetzt 'Made in Europe' und unter 18.000 Euro". Die Kombination aus europäischer Produktion und günstigem Preis ist für ams offenbar das Kernthema – und tatsächlich ist der Produktionswechsel von China nach Europa ein strategisch bedeutsamer Schritt, den Dacia hier erstmals vollzieht.

ADAC: Ein vollwertiges Elektroauto

Der ADAC wählt eine besonders prägnante Formulierung: „Der neue Dacia Spring: Endlich ein vollwertiges kleines E-Auto". Das Wort „endlich" ist dabei das entscheidende Signal: Es impliziert, dass der bisherige Spring diesen Status noch nicht vollständig erfüllt hat. Der ADAC – als Organisation mit besonderem Gewicht bei deutschen Autofahrern – setzt damit einen klaren Maßstab: Die neue Generation soll nicht nur billiger, sondern tatsächlich alltagstauglich sein. Eine Einschätzung, die für viele potenzielle Käufer besonderes Vertrauen genießt.

Wo sich die Experten einig sind — und wo nicht

Schaut man sich alle sechs Beiträge im Zusammenhang an, fällt zunächst auf, wie stark der Konsens in einem zentralen Punkt ist: Der Preis unter 18.000 Euro wird von AUTO BILD und auto motor und sport explizit in den Schlagzeilen genannt, und Motor1.com bestätigt ihn im Anrisstext. Kein Portal zweifelt an diesem Versprechen – es gilt offenbar als gesichert und wird als wichtigstes Kaufargument der neuen Generation gehandelt.

Ebenso einig sind sich die Portale beim Thema Wachstum und Technik-Aufwertung: Der neue Spring ist größer, moderner und teilt Plattform sowie Technik mit dem Renault Twingo. Das wird nicht als Nachteil gesehen, sondern als Qualitätsmerkmal – Renault-Technik genießt in der Kleinwagenklasse einen guten Ruf.

Unterschiedlicher sind die Portale in ihrer Grundhaltung. Während ADAC und AUTO BILD eher wohlwollend-optimistisch berichten und den Fortschritt betonen, schlägt automagazin.at einen kritisch-abwartenden Ton an: Der Spring muss sich „neu beweisen" – eine Formulierung, die höhere Erwartungen signalisiert als bisher. Motor1.com wiederum setzt auf journalistische Substanz durch die Sitzprobe und liefert damit als einziges Portal bereits einen direkten Produkteindruck. auto motor und sport nimmt eine Doppelrolle ein: Einerseits kommuniziert das Portal die strategische Botschaft (Made in Europe, Preis), andererseits zeigt es mit der Feature-Liste, dass der Spring im Detail überzeugen will.

Ein kleines Detail, das auffällt: Motor1.com spricht vom „Dacia Spring 2027", während alle anderen Portale „2026" verwenden. Das könnte auf unterschiedliche Markteinführungstermine in verschiedenen Ländern hinweisen – oder auf redaktionelle Unterschiede in der Modelljahreszählung. Kaufinteressenten sollten sich über den genauen Verfügbarkeitszeitpunkt in Deutschland direkt beim Händler informieren.

Einordnung für Kaufinteressenten

Was bedeutet das Gesamtbild der Expertenmeinungen für dich als potenziellen Käufer? Zunächst die Einordnung im Wettbewerb: Der Dacia Spring Electric 65 positioniert sich in unserer Datenbank mit einem Einstiegspreis ab 18.900 Euro – die Portale berichten von einem Zielpreis unter 18.000 Euro für die neue Generation, was eine leichte Verbesserung bedeuten würde. Zum Vergleich: Der Fiat 500e 42 kWh kostet ab 33.490 Euro, bietet dafür aber 118 PS, eine Reichweite von 331 km und gilt als Lifestyle-Produkt der Kategorie. Wer ein stylishes Elektroauto mit mehr Fahrdynamik sucht, zahlt also deutlich mehr.

Innerhalb der konventionellen Kleinwagenklasse sieht der Vergleich interessant aus: Der Citroën C3 1.2 PureTech 100 startet ab 18.490 Euro – also auf ähnlichem Preisniveau wie der Spring – bietet mit 310 Litern Kofferraumvolumen einen vergleichbaren Stauraum (der Spring kommt auf 308 Liter laut Datenbank) und ist mit 100 PS und Benzinantrieb auf Langstrecken flexibler einsetzbar. Der Dacia Sandero 1.0 TCe 90 unterbietet den Spring mit einem Preis ab 13.290 Euro deutlich und bietet mit 328 Litern sogar etwas mehr Stauraum – allerdings ohne Elektroantrieb. Der Audi A1 30 TFSI schließlich spielt mit 27.500 Euro in einer anderen Liga und richtet sich an ein anderes Käuferprofil.

Für wen ist der Dacia Spring 2026 also interessant? In erster Linie für Stadtfahrer, die auf ein Elektroauto umsteigen möchten, ohne tief in die Tasche zu greifen. Mit 228 km Reichweite (laut unserer Datenbank) und 65 PS (48 kW in der aktuellen Datenbankversion, während die Portale 60 kW für die neue Generation nennen) ist der Spring kein Langstreckenfahrzeug. Wer viel auf der Autobahn unterwegs ist oder regelmäßig mehr als 150 Kilometer am Tag fährt, wird mit dem Spring an seine Grenzen stoßen. Für den täglichen Pendelweg in der Stadt aber, wo die meisten Autos ohnehin unter 50 km am Tag zurücklegen, ist die Reichweite mehr als ausreichend.

Das Argument „Made in Europe" sollte nicht unterschätzt werden: Es macht den Spring unabhängiger von möglichen Importzöllen und dürfte das Modell auch politisch weniger angreifbar machen als zuvor. Für Käufer, denen regionale Wertschöpfung wichtig ist, ist das ein echter Pluspunkt.

Pro & Contra: die Portale im Vergleich

Die Matrix verdichtet je Portal, worauf dessen Berichterstattung hinausläuft — abgeleitet aus Überschriften und Anrisstexten. Ein „—“ heißt: Dieses Portal setzt in seinen Überschriften keinen kritischen Punkt. Das vollständige Urteil steht jeweils im verlinkten Originalbeitrag.

Portal & SchwerpunktTenorHebt hervorVorbehalt
AM automagazin.at
Bewährungsprobe des Spring als günstiger Elektrokleinwagen
Beitrag 1
− kritischEtablierter Einstiegs-EV mit bekanntem KonzeptMuss sich in neuer Generation erst neu beweisen
AUTO BILD
Preis und Technik-Sharing mit neuem Renault Twingo
Beitrag 1
+ positivSoll unter 18.000 Euro starten und günstiger als Renault bleiben
Motor1.com Deutschland
Wachstum, Technik, Preis und erste Sitzprobe im Detail
Beitrag 1
+ positivMehr Platz, 60 kW Leistung, Renault-Technik – trotzdem Dacia-Preis
auto motor und sport
Praktische Features, Produktion in Europa und Preispositionierung
Beitrag 1 · Beitrag 2
+ positivJetzt in Europa gefertigt, unter 18.000 Euro, mit nützlichen Detaillösungen
ADAC
Alltagstauglichkeit und Vollwertigkeit als kleines E-Auto
Beitrag 1
+ positivGilt erstmals als vollwertiges kleines Elektroauto

Fazit: Gesamtbetrachtung

Der Dacia Spring 2026 ist in der deutschen Fachpresse kein Randphänomen – fünf der wichtigsten Autoportale berichten intensiv, und die Grundaussage ist klar: Diese neue Generation ist ambitionierter als ihr Vorgänger. Größer, technisch aufgewertet durch Renault-Plattformtechnik, in Europa produziert und trotzdem unter 18.000 Euro – das ist ein Versprechen, das die Portale mehrheitlich als glaubwürdig einordnen.

Gleichzeitig zeigt die Berichterstattung, dass mit höheren Erwartungen auch höhere Maßstäbe einhergehen. Der ADAC spricht von einem „endlich vollwertigen" E-Auto, automagazin.at davon, dass der Spring sich „neu beweisen" muss. Das ist kein Verriss – aber ein Signal, dass die bisherige Preis-Entschuldigung wegfallen könnte. Die neue Generation wird an ihren eigenen Qualitäten gemessen werden, nicht mehr nur an ihrem Discountpreis.

Für Kaufinteressenten bedeutet das: Der Dacia Spring 2026 ist es wert, genau beobachtet zu werden. Die Fachportale liefern dazu wertvolle Grundlagen – lies am besten die Originalbeiträge bei ADAC, AUTO BILD, Motor1.com, auto motor und sport und automagazin.at, um dir ein vollständiges Bild zu machen. Und wirf dabei einen Blick auf unsere Übersicht zum Dacia Spring Electric 65 – dort findest du alle technischen Eckdaten auf einen Blick.

Die Stimmen im Original

Alle verlinkten Beiträge und zitierten Überschriften sind Inhalte der jeweiligen Portale; die Rechte liegen bei den Anbietern. Dieser Testspiegel ersetzt nicht die Lektüre der Originaltests.