Zwei Limousinen, ein Anspruch: Im Segment der elektrischen Oberklasse spielen der BMW i7 xDrive60 und der Mercedes-Benz EQS 450+ seit ihrer Einführung in der ersten Liga. Beide bieten üppige Ausstattung, großes Platzangebot und Reichweiten jenseits der 600-Kilometer-Marke. Doch unter der elegant polierten Oberfläche trennen die beiden Rivalen klare Unterschiede – und genau die entscheiden darüber, welches Auto für dich das richtige ist.

Der BMW i7 xDrive60 steht für das Kraftprinzip: 544 PS, Allradantrieb, 0 auf 100 km/h in 4,7 Sekunden – das ist Sportwagen-Tempo in einer Luxuslimousine. Der Mercedes-Benz EQS 450+ setzt dagegen auf Effizienz und Vernunft: mehr Reichweite, mehr Kofferraum, niedrigerer Einstiegspreis. Kurz gesagt: Emotion gegen Ratio. Und wer diesen Vergleich nach Datenlage entscheidet, hat bereits eine klare Tendenz. Schau dir gerne auch unseren interaktiven Datenvergleich an, um alle Zahlen auf einen Blick zu sehen.

Wir haben beide Modelle anhand von acht Kategorien gegenübergestellt – von Reichweite über Leistung bis hin zu Preis und Leasing. Das Ergebnis ist eindeutig: Der Mercedes-Benz EQS 450+ gewinnt fünf von acht Kategorien. Aber ein Punktsieg bedeutet nicht automatisch, dass er für jeden die bessere Wahl ist. Lesen wir die Zahlen genau.

Die Datenmatrix: BMW i7 xDrive60 gegen Mercedes-Benz EQS 450+

Jede Zeile ist ein direkter Vergleich aus unserer Fahrzeug-Datenbank. Das Häkchen markiert den Sieger der jeweiligen Kategorie — beim Preis und beim Sprintwert gewinnt der niedrigere Wert.

KriteriumBMW i7 xDrive60Mercedes-Benz EQS 450+
Reichweite (WLTP)625 km717 km ✓
Leistung544 PS ✓360 PS
0–100 km/h4,7 s ✓6,2 s
Batterie (netto)102 kWh108 kWh ✓
Kofferraum500 l610 l ✓
Garantie2 Jahre2 Jahre
Preis ab139.900 €109.551 € ✓
Leasing ab1.199 €/Mt.999 €/Mt. ✓
Kategoriesiege25

Punktsieger nach Datenlage: Mercedes-Benz EQS 450+ gewinnt 5:2. Technische Angaben sind Richtwerte ohne Gewähr.

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Reichweite und Antrieb: BMW i7 xDrive60 vs Mercedes-Benz EQS 450+ im Detail

Beim Thema Reichweite macht der Mercedes-Benz EQS 450+ eine unmissverständliche Ansage: 717 km nach WLTP sind in dieser Fahrzeugklasse schlicht außergewöhnlich. Der BMW i7 xDrive60 kommt auf immer noch respektable 625 km – ein Unterschied von 92 Kilometern, der auf der Langstrecke durchaus einen Ladestopp ausmachen kann. Für Vielfahrer, die regelmäßig Strecken zwischen München und Hamburg oder Berlin und Köln fahren, ist das ein handfestes Argument für den EQS.

Wie kommt der Mercedes zu seiner überlegenen Reichweite? Die netto nutzbare Batterie des EQS 450+ fasst 108 kWh, die des i7 xDrive60 102 kWh. Der Unterschied ist mit 6 kWh überschaubar, aber der EQS kommt durch seine aerodynamisch optimierte Karosserie und den effizienten Hinterradantrieb des 450+ deutlich weiter. Der BMW hingegen setzt auf Allradantrieb und fast 200 PS mehr – das kostet Energie, bringt aber Fahrdynamik.

Beim Antrieb dreht sich das Bild vollständig: 544 PS gegen 360 PS, 4,7 Sekunden auf 100 km/h gegen 6,2 Sekunden. Wer Wert auf spürbare Beschleunigung legt, wer das Kribbeln beim Ampelstart liebt oder einfach eine sportliche Grundcharakteristik bevorzugt, wird im i7 xDrive60 das überzeugendere Gesamtpaket finden. Der EQS 450+ ist kein Schläfer – 6,2 Sekunden sind für eine fast zweieinhalb Tonnen schwere Luxuslimousine ordentlich –, aber er ist kein Sportler.

Im Alltag bedeutet das: Wer hauptsächlich entspannt gleitet, leise reist und möglichst selten lädt, fährt mit dem EQS 450+ entspannter. Wer dagegen auch mal das Gaspedal ausreizen will und Ladestopp-Häufigkeit zweitrangig findet, ist im i7 besser aufgehoben.

Platz, Preis und Unterhalt: Was bekommst du fürs Geld?

Hier zeigt sich ein weiterer klarer Vorteil für den Mercedes-Benz EQS 450+. Der Kofferraum fasst 610 Liter – das ist in der Oberklasse ein großzügiges Raumangebot und schlägt den BMW i7 xDrive60 mit seinen 500 Litern deutlich. Wer regelmäßig Gepäck für mehrere Personen transportiert, Familientrips plant oder schlicht viel Platz im Heck braucht, muss das in seine Entscheidung einbeziehen. 110 Liter Unterschied sind kein Randphänomen – das ist der Unterschied zwischen zwei großen Rollkoffern und drei.

Beim Preis ist die Lage ebenfalls eindeutig: Der EQS 450+ startet ab 109.551 Euro, der i7 xDrive60 ab 139.900 Euro. Das sind über 30.000 Euro Unterschied im Einstiegspreis – eine Summe, die selbst in der Oberklasse erheblich ist. Auch bei der monatlichen Leasingrate liegt der Mercedes vorn: 999 Euro gegen 1.199 Euro beim BMW. Wer flexibel finanzieren will, fährt mit dem EQS günstiger – für 200 Euro weniger im Monat bekommt man über drei Leasingjahre immerhin 7.200 Euro gespart.

Bei der Garantie geben sich beide nichts: jeweils 2 Jahre Herstellergarantie, keine Überraschungen. Das ist in dieser Preisklasse allerdings auch das Mindeste – und Käufer sollten prüfen, ob zusätzliche Anschlussgarantien verfügbar sind, die hier nicht Teil der Datenbasis sind.

Unterm Strich liefert der EQS 450+ mehr Platz, niedrigere Einstiegskosten und günstigere Leasingraten. Der BMW i7 xDrive60 ist die teurere, sportlichere Alternative – mit entsprechendem Aufpreis für jeden Vorsprung beim Fahrerlebnis.

Für wen sich welches Modell lohnt

Der Mercedes-Benz EQS 450+ – die Wahl für Vielfahrer und Familien

Wenn du regelmäßig weite Strecken fährst, Ladeunterbrechungen minimieren willst und dabei nicht auf Luxus verzichten möchtest, ist der Mercedes-Benz EQS 450+ dein Auto. 717 km Reichweite bedeuten auf realen Langstrecken deutlich mehr Entspannung und seltener Ladestopp-Stress. Dazu kommt der große Kofferraum, der ihn zur natürlichen Wahl für Familien mit Reisegepäck macht. Und wer den Rotstift anlegen muss – oder zumindest klug wirtschaften will –, findet im EQS eine Lösung, die in der Oberklasse keine Kompromisse beim Komfort macht, aber beim Preis deutlich zugänglicher ist.

Der BMW i7 xDrive60 – die Wahl für Fahrbegeisterte und Repräsentationskäufer

Wer beim Einsteigen wissen will, dass unter der Haube die Kraft von 544 PS auf Abruf wartet, wer die 4,7 Sekunden auf 100 km/h nicht als Statuszahl, sondern als tägliches Fahrerlebnis genießt, für den ist der BMW i7 xDrive60 die richtige Entscheidung. Auch im Segment der Repräsentationsfahrzeuge – Chauffeur-Dienste, Vorstandslimousinen, Premium-Transfers – kann der BMW mit seiner Allrad-Souveränität und seiner kraftvollen Präsenz punkten. Die höheren Kosten sind dann ein bewusst in Kauf genommener Aufpreis für ein klares Fahrerlebnis-Statement.

Alternativen in der Klasse: Was bieten Porsche und Tesla?

Das Duell zwischen BMW und Mercedes lässt zwei weitere interessante Kandidaten in der elektrischen Oberklasse außen vor. Wer noch breiter sucht, sollte sie kennen:

  • Porsche Taycan RWD: Mit 408 PS, 0–100 in 4,8 Sekunden und einer WLTP-Reichweite von 590 km ist der Taycan ein sportlicher Kompromiss – etwas weniger Reichweite als der EQS, etwas mehr Dynamik. Der Kofferraum fällt mit 407 Litern kleiner aus, dafür startet er ab 101.500 Euro und ist damit in dieser Klasse noch erschwinglicher. Wer sportliche Fahrdynamik über schieren Luxus stellt, findet im Taycan einen ernsthaften Bewerber.
  • Tesla Model S Dual Motor AWD: Der Amerikaner setzt mit 670 PS und 0–100 in nur 3,2 Sekunden die sportliche Benchmark im Segment – und das ab 94.990 Euro. Der Kofferraum ist mit 793 Litern der größte im Vergleichsfeld, die Reichweite von 634 km liegt zwischen BMW und Mercedes. Wer Technologiebegeisterung, brutale Beschleunigung und vergleichsweise niedrigen Einstiegspreis kombinieren will, sollte das Model S ernsthaft in Betracht ziehen – auch wenn das Markenprestige eines BMW oder Mercedes in manchen Zielgruppen schwer zu ersetzen ist.

Fazit: Gesamtbetrachtung – Wer gewinnt den BMW i7 xDrive60 vs Mercedes-Benz EQS 450+ Vergleich?

Die Datenlage spricht eine klare Sprache: Der Mercedes-Benz EQS 450+ gewinnt diesen Vergleich mit 5 zu 2 Kategoriensiegen. Er bietet mehr Reichweite, mehr Kofferraumvolumen, eine größere Batterie, einen niedrigeren Kaufpreis und günstigere Leasingraten. Für die Mehrzahl der Käufer in der Oberklasse – Vielfahrer, Familien, Kostenoptimierte – ist er die rationalere und letztlich überzeugendere Wahl.

Und dennoch: Der BMW i7 xDrive60 ist keineswegs die falsche Wahl – nur eine sehr spezifische. Seine 544 PS und 4,7 Sekunden auf 100 km/h sind in dieser Fahrzeuggattung ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Wer Fahrdynamik über Effizienz stellt, wer Allrad-Souveränität in allen Wetterbedingungen schätzt und wer bereit ist, für diese Qualitäten einen deutlich höheren Preis zu zahlen, bekommt im i7 xDrive60 ein außergewöhnliches Fahrzeug. Er verliert nach Punkten – aber er verliert nicht an Charakter.

Unser klares Urteil: Für die meisten Käufer ist der Mercedes-Benz EQS 450+ 2026 das bessere Gesamtpaket. Wer jedoch bewusst Sportlichkeit und Allrad-Performance priorisiert, für den ist der BMW i7 xDrive60 trotz höherem Preis die richtige Entscheidung.

Abschließend der wichtige Hinweis: Preise, Ausstattungsvarianten und Leasingkonditionen ändern sich regelmäßig und unterscheiden sich je nach Händler und Konfiguration. Es lohnt sich ausdrücklich, aktuelle Angebote zu vergleichen und individuelle Angebote einzuholen – gerade in einem Segment, in dem Sonderausstattungen schnell vier- bis fünfstellige Beträge zum Listenpreis addieren können.