Mit einer Design-Studie hat Alpine der Öffentlichkeit erstmals gezeigt, wohin die Reise mit der nächsten A110 geht: Die dritte Generation des französischen Leichtbau-Sportwagens soll rein elektrisch werden. Genau dieser Schritt sorgt dafür, dass gleich mehrere große Fachportale binnen kurzer Zeit über das Fahrzeug berichten – schließlich markiert der Wechsel vom bekannten Benzin-Konzept zum batterieelektrischen Antrieb eine der größten Zäsuren in der Geschichte des Kult-Sportwagens.

Wichtig zum Verständnis: Gezeigt wurde bislang keine Serienversion, sondern eine „Skulptur" – also eine Designstudie, die einen Ausblick geben soll, ohne dass Alpine bereits finale Technikdaten, Preise oder einen exakten Marktstart bestätigt hat. Genau dieser Zwischenschritt – zwischen Designverheißung und Serienauto – ist der Grund, warum die Berichterstattung 2026 so unterschiedlich ausfällt: Die einen feiern die gestalterische Aussage, die anderen ordnen die technische Ausrichtung ein, wieder andere hinterfragen, wie viel von der Studie tatsächlich in Serie gehen wird.

Dieser Artikel bündelt genau diese drei Perspektiven zur Alpine A110 (Elektro, 3. Generation) an einem Ort. Du bekommst hier keinen eigenen Fahrbericht und keine Testnote – die liegt uns schlicht nicht vor, solange nur eine Studie existiert –, sondern eine sortierte Übersicht: Was sagen die Experten der großen Portale, wo decken sich ihre Einschätzungen, wo unterscheiden sie sich, und was bedeutet das Gesamtbild für dich als Kaufinteressent, der sich schon heute im Sportwagen-Segment orientieren möchte.

Stimmen im Überblick

PortalBeitrag (Original)Datum
AM automagazin.at„Alpine A110 – Kunst trifft Technologie“28.09.2026
Motor1.com Deutschland„Alpine enthüllt Skulptur als Ausblick auf die zukünftige A110“28.09.2026
auto motor und sport„Zukünftige Alpine A110 als „Skulptur“: Wird der Sportwagen SO aussehen?“28.09.2026

Was die Experten zum Alpine A110 (Elektro, 3. Generation) sagen

AM automagazin.at

„Alpine A110 – Kunst trifft Technologie", titelt AM automagazin.at und beschreibt im Anrisstext, dass die Franzosen mit der Studie einen „ersten Ausblick auf die dritte Generation der legendären A110" geben. Der Fokus des österreichischen Portals liegt klar auf der gestalterischen und emotionalen Seite der Ankündigung: Die Wortwahl „Kunst trifft Technologie" positioniert die Studie weniger als technisches Datenblatt, sondern als Design- und Markenstatement – passend dazu, dass Alpine die A110 seit jeher auch über Form und Fahrgefühl statt über reine Leistungswerte verkauft hat.

Motor1.com Deutschland

Motor1.com Deutschland setzt mit der Schlagzeile „Alpine enthüllt Skulptur als Ausblick auf die zukünftige A110" einen deutlich technischeren Akzent. Im Teaser wird konkretisiert, dass „die dritte Generation demnächst als reines Elektroauto präsentiert" werde. Damit liefert dieser Beitrag die aus den drei Meldungen konkreteste Einordnung zur Antriebsfrage: Motor1 rückt in den Vordergrund, dass es sich nicht um eine unverbindliche Design-Fingerübung handelt, sondern um die Vorstufe zu einer angekündigten, vollelektrischen Serienpräsentation.

auto motor und sport

Auto motor und sport wählt mit „Zukünftige Alpine A110 als „Skulptur": Wird der Sportwagen SO aussehen?" eine fragende, leicht kritische Herangehensweise. Statt die Studie unkommentiert als Vorschau zu übernehmen, stellt die Schlagzeile selbst infrage, ob das gezeigte Design tatsächlich eins zu eins in die Serie übernommen wird. Dieser Beitrag legt damit den Schwerpunkt auf die übliche Distanz zwischen Showcar und Serienfahrzeug – ein Aspekt, den die beiden anderen Portale in ihren Schlagzeilen nicht thematisieren.

Wo sich die Experten einig sind — und wo nicht

In einem Punkt sind sich alle drei Portale einig: Es handelt sich aktuell um eine Design-Studie beziehungsweise „Skulptur", nicht um das fertige Serienfahrzeug. Keines der drei Portale behauptet in seiner Schlagzeile, bereits ein fahrfertiges Auto gesehen, gefahren oder getestet zu haben – das deckt sich auch mit dem, was uns an Informationen vorliegt. Ebenso unstrittig ist der Rahmen der Meldung: Alle drei ordnen die Studie als Vorschau auf die dritte A110-Generation ein und berichten praktisch zeitgleich darüber, was für den Neuigkeitswert und die Relevanz der Ankündigung innerhalb der Branche spricht.

Unterschiede zeigen sich vor allem in der Gewichtung. AM automagazin.at wählt die emotionalste, markennahste Formulierung und stellt die Studie als Design- und Kunstereignis dar. Motor1.com Deutschland liefert die sachlichste und zugleich konkreteste Aussage zur Antriebsart, indem der Teaser den vollelektrischen Charakter der kommenden Generation ausdrücklich benennt. Auto motor und sport wiederum ist das einzige der drei Portale, das explizit Zweifel an der Serientreue des gezeigten Designs formuliert – eine journalistisch vorsichtigere, fragende Position gegenüber den beiden anderen, eher bestätigenden Schlagzeilen.

Was in keiner der drei Meldungen steht, ist ebenso aufschlussreich: Keine Schlagzeile und kein Teaser nennt Leistungsdaten, Reichweite, Preis oder einen fixen Marktstarttermin für die elektrische A110. Das bedeutet für dich als Leser: Alle drei Portale bewegen sich noch im Bereich der Vorschau- und Einordnungsberichterstattung, nicht im Bereich belastbarer technischer Fakten. Wer konkrete Zahlen sucht, muss auf spätere Meldungen warten, sobald Alpine mehr Details bestätigt.

Einordnung für Kaufinteressenten

Für dich als potenziellen Käufer heißt das zunächst: Die elektrische A110 der dritten Generation ist heute noch kein bestellbares Auto. Wer jetzt kaufen möchte, landet zwangsläufig bei der aktuell erhältlichen Alpine A110 GT – einem Benziner mit 300 PS, einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 4,2 Sekunden, einem Normverbrauch von 7,0 l/100 km und 196 Litern Kofferraum, ab 72.500 Euro beziehungsweise ab 699 Euro monatlich in der Leasingrate. Das ist wichtig festzuhalten: Die Eckdaten, mit denen du die A110 heute vergleichen kannst, beziehen sich auf dieses aktuelle, verbrennungsmotorisch angetriebene Modell – nicht auf die künftige Elektro-Version, zu der noch keine belastbaren Werte vorliegen.

Im direkten Marktumfeld tummeln sich mehrere ernstzunehmende Alternativen. Die BMW M2 Coupé bietet mit 480 PS und 4,0 Sekunden auf 100 km/h spürbar mehr Fahrleistung bei ähnlichem Einstiegspreis (ab 72.400 Euro), allerdings auch deutlich höherem Verbrauch (10,2 l/100 km) und einem alltagstauglicheren Kofferraum von 390 Litern. Wer noch mehr Leistung sucht, findet sie im BMW M4 Competition mit 530 PS und 3,5 Sekunden Sprintzeit – preislich mit ab 96.500 Euro aber in einer anderen Liga. Der BMW Z4 M40i positioniert sich mit 340 PS, 4,5 Sekunden und einem Einstiegspreis ab 69.900 Euro als etwas günstigere, aber ebenfalls verbrauchsintensivere Alternative. Am nächsten an der Philosophie der A110 – leicht, kompakt, fahrerorientiert statt reine Leistungsjagd – dürfte der Lotus Emira V6 liegen, mit 405 PS, 4,3 Sekunden und einem mit 208 Litern ähnlich knapp bemessenen Kofferraum, allerdings zu einem höheren Einstiegspreis ab 89.500 Euro.

Für die Einordnung der kommenden elektrischen A110 bedeutet das: Sollte Alpine – wie von Motor1.com Deutschland berichtet – tatsächlich vollelektrisch antreten, wird sich der direkte Vergleich mit den hier genannten Benzin-Konkurrenten deutlich verschieben. Entscheidend wird dann weniger die reine Beschleunigung sein, die bei Elektroantrieben ohnehin meist hoch ausfällt, sondern Fragen wie Fahrzeuggewicht, Reichweite im Alltag, Ladeverhalten auf der Rennstrecke sowie der Preis, den Alpine für den technologischen Umstieg aufrufen wird. Bis all das bekannt ist, lohnt es sich, die aktuelle A110 GT und ihre Wettbewerber als Referenzrahmen im Kopf zu behalten – und die Berichterstattung zur elektrischen Studie eher als Ausblick denn als Kaufentscheidungsgrundlage zu lesen.

Wer sich schon jetzt konkret mit dem Gedanken an eine elektrische Alpine trägt, sollte insbesondere zwei Dinge im Blick behalten: erstens, ob Alpine dem Leichtbau-Versprechen der A110 auch mit einem batterieelektrischen Antriebsstrang treu bleiben kann – Gewicht ist bei Sportwagen ein entscheidender Faktor, den alle drei Portale in ihren Schlagzeilen bislang nicht thematisieren. Zweitens, wie stark sich das Serienfahrzeug am Ende tatsächlich von der gezeigten „Skulptur" unterscheidet – genau die Frage, die auto motor und sport bereits in der Überschrift aufwirft.

Pro & Contra: die Portale im Vergleich

Die Matrix verdichtet je Portal, worauf dessen Berichterstattung hinausläuft — abgeleitet aus Überschriften und Anrisstexten. Ein „—“ heißt: Dieses Portal setzt in seinen Überschriften keinen kritischen Punkt. Das vollständige Urteil steht jeweils im verlinkten Originalbeitrag.

Portal & SchwerpunktTenorHebt hervorVorbehalt
AM automagazin.at
Erster künstlerisch-konzeptioneller Ausblick auf die neue Generation
Beitrag 1
+ positivVerbindung von Design/Kunst und Technologie betont—
Motor1.com Deutschland
Elektrifizierung und Designrichtung der dritten Generation
Beitrag 1
○ neutralKonkreter Hinweis auf reinen Elektroantrieb der Neuauflage—
auto motor und sport
Spekulation über künftige Designsprache anhand der Skulptur
Beitrag 1
○ neutralFrühzeitiger Einblick in mögliche FormenspracheOptik nur als vage Skulptur erkennbar, endgültiges Design offen

Fazit: Gesamtbetrachtung

Zusammengefasst zeichnen die drei Fachportale ein stimmiges, aber bewusst vorsichtiges Bild der Alpine A110 (Elektro, 3. Generation): Eine Design-Studie hat den Auftakt gemacht, der Umstieg auf einen vollelektrischen Antrieb scheint gesetzt, doch belastbare technische Daten, Preise oder ein fixer Serienstart stehen noch aus. AM automagazin.at feiert die gestalterische Botschaft, Motor1.com Deutschland liefert die klarste Aussage zur Antriebstechnik, und auto motor und sport mahnt zu Zurückhaltung gegenüber der Serientreue des Designs. Gerade in dieser Kombination liegt der Wert eines gebündelten Pressespiegels: Keine einzelne Schlagzeile allein gibt dir das vollständige Bild, aber alle drei zusammen zeigen, in welche Richtung sich die A110 bewegt – und wo die offenen Fragen liegen.

Unsere Empfehlung: Behalte die elektrische A110 als spannendes Zukunftsprojekt im Blick, orientiere deine aktuelle Kaufentscheidung aber an real verfügbaren Modellen wie der bestehenden Alpine A110 GT und ihren hier vorgestellten Wettbewerbern. Und wenn du tiefer in die Design- und Technikdiskussion einsteigen möchtest, lohnt sich der Blick in die drei verlinkten Originalbeiträge von AM automagazin.at, Motor1.com Deutschland und auto motor und sport – dort findest du die vollständigen Meldungen samt Bildmaterial zur Studie, die diesem Pressespiegel zugrunde liegen.

Die Stimmen im Original

Alle verlinkten Beiträge und zitierten Überschriften sind Inhalte der jeweiligen Portale; die Rechte liegen bei den Anbietern. Dieser Testspiegel ersetzt nicht die Lektüre der Originaltests.